Der dänische Astronom Tycho Brahe lässt sich 1599 in Böhmen nieder, nachdem er beim König Christian IV. in Ungnade gefallen ist. Von Kaiser Rudolf II. unterstützt, richtet er im Schloss Benatky seine erste Sternwarte ein. Dort lernt er Johannes Kepler kennen und nimmt ihn in seinen Schülerkreis auf. Später geht er nach Prag, wo er stirb, bevor er seine letzte Schrift, die Tabulae Rudolphinae, beenden kann.

 

   



Der tschechische Komponist und Klaviervirtuose Bedrich Smetana gründet 1849 in Prag eine Musikschule, bevor er einige Jahre später nach Schweden auswandert. 1862 kehrt er nach Böhmen zurück und dirigiert das Orchester des provisorischen Nationaltheaters. Bedrich Smetana hat ein vielseitiges Werk hinterlassen: Stücke für das Pianoforte, zwei Quatuore, mehrere sinfonische Dichtungen (darunter der Zyklus "Mein Vaterland", 1874-1879, zu dem auch die berühmte "Moldau" gehört), Chöre, Melodien sowie acht Opern (darunter "Die verkaufte Braut", 1866).
Nach dem Verlust seiner Hörfähigkeit wird Bedrich Smetana depressiv und stirb schließlich in einer Anstalt für Geisteskranke.

Von 1844 bis 1847 lebt Bedrich Smetana in Benatky, um der Familie Thun-Hohenstein, denen das Schloss gehört, Musikunterricht zu erteilen.